|
|
Das Hennapulver Lawsonia inermis ist die botanische Bezeichnung für diesen Strauch, der zu der
Familie der Weiderichgewächse gehört und zirka zwei bis vier Meter groß wird. Seinen
Namen bekam er von dem Botaniker John Lawson, der die Pflanze in Indien entdeckte. Der
Farbstoff, der für die Rotfärbung verantwortlich zeichnet, heißt Lawson und inermis
bedeutet "unbewaffnet", da der Strauch dornenlos ist.
Henna ist in Europa schon seit langer Zeit als Haarfärbemittel
und für eine ausgeglichene Wirkung auf kraftlose Haare sowie fettige und schuppige
Kopfhaut bekannt. Das aus den Blättern gewonnene Pulver wird meistens mit zerriebenen
Teilen anderer Pflanzen wie Indigo, Sennespflanze und Walnuß oder mit Metallsalzen
vermischt, um unterschiedliche Farben zu erzielen. Leider färben diese Mixturen aber nur
die Haare und nicht die Haut, denn die Nachfrage nach verschiedenen Hennafarben ist immens
groß. Das heißt: Nur die Blätter der Lawson inermis sind geeignet, die Haut zu färben,
und zwar in nur einem Farbton, nämlich rotbraun.
Das schwarze Henna, das ich anbiete, enthält Hennapulver und
ungiftige Zusätze, die vollkommen ungefährlich für die Haut sind.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: Seien sie
vorsichtig bei Mehndi-Künstlerinnen, die andersfarbiges Henna anbieten. Auf meinen Reisen
rund um den Erdball sind mir Menschen begegnet, die ihrem Henna Zutaten wie
Haarfärbemittel, Nagellackentferner, Dauerwellenpräparate und etliche andere Chemikalien
beigefügt haben. Man kann dies in der Regel am Geruch erkennen und sollte sofort davon
Abstand nehmen!
Leider kann man die Farbe eines Mehndis nicht durch Zugabe von
Lebensmittelfarbe, Tinte oder ähnlichen Substanzen zum Hennapulver beeinflussen es
funktioniert einfach nicht!
|